LC-Power LC-M27UFD - Test/Review
Mit dem „LC-M27UFD“ bringt Hersteller LC-Power einen interessanten 27-Zoll-Monitor mit Fast-IPS-Panel für Spieler auf den Markt.
Von Christoph Miklos am 21.05.2026 - 14:55 Uhr

Fakten

Hersteller

LC-Power

Release

März 2026

Produkt

Monitor

Preis

ab 263,31 Euro

Webseite

Media (13)

Einleitung | Datenblatt


Einleitung


Mit dem „LC-M27UFD“ bringt Hersteller LC-Power einen interessanten 27-Zoll-Monitor mit Fast-IPS-Panel für Spieler auf den Markt. Das Besondere: Mit nur einem Klick wechseln Auflösung und Bildwiederholrate von 4K UHD und 160 Hz auf Full HD mit 320 Hz. Mehr Details in unserem ausführlichen Testbericht!

Über LC-Power


LC-Power ist eine Marke der Silent Power Electronics GmbH, die 2003 in Grevenbroich gegründet wurde.
Seit vielen Jahren steht LC-Power für innovative, zuverlässige und leistungsstarke IT- und Elektroniklösungen. Mit einem breiten Produktsortiment – von PC-Gehäusen, Netzteilen und Kühlsystemen bis hin zu Monitoren und Zubehör – bietet LC-Power hochwertige Technik für Privatkunden, Gamer und professionelle Anwender.

Datenblatt


• Funktion: Monitor, stationär • Diagonale: 27" (68.6cm), Klasse: 26"-27" • Auflösung: 3840x2160 (4K UHD), 16:9, 163ppi • Auflösung umschaltbar: 1920x1080 (Full HD), 16:9, 82ppi • Bildwiederholfrequenz: 160Hz (3840x2160), 320Hz (1920x1080) • Helligkeit SDR: 350cd/m² (typ.) • Reaktionszeit: 1ms (OD), 5ms (GtG) • Panel: IPS (Fast IPS) • Farbtiefe: 10bit (1.07 Mrd. Farben, 8bit+2bit FRC) • Display-Oberfläche: entspiegelt (anti-glare/anti-reflective) • Hintergrundbeleuchtung: N/A, Blaulichtfilter • Kontrast: 1.000:1 (statisch) • HDR: DisplayHDR 400 • Blickwinkel: 178°/178° • Form: gerade (flat) • Variable Synchronisierung: Adaptive Sync • Anschlüsse: 1x DisplayPort 1.4 (160Hz@3840x2160), 2x HDMI 2.1, 1x 3.5mm Klinke Line-Out, 1x DC-In Hohlbuchse (Netzanschluss) • Bandbreite: angenäherte Bandbreite: 39.81Gb/s @ 160Hz DisplayPort 1.4 max. Bandbreite: 25.92Gb/s (benötigt DSC) HDMI 2.1: genaue Anschlussversion unbekannt • Bedienung: Steuerkreuz • Ergonomie: Standfuß, höhenverstellbar (100mm), Pivot (±90°), neigbar (+20°/-5°) • VESA: 100x100 (belegt) • Energieeffizienz SDR (A bis G): 26kWh/1000h (F) • Energieeffizienz HDR (A bis G): 43kWh/1000h (G) • Besonderheiten: Picture-in-Picture, Picture-by-Picture, ohne Smart-Funktionen oder Betriebssystem • Screen-to-Body-Ratio: 89.04% (berechnet) • Abmessungen: 615x367x58mm (BxHxT) ohne Standfuß • Gewicht: 5.70kg (mit Standfuß) • Farbe: Rückseite: schwarz, Standfuß: schwarz, Blende: schwarz • Netzteil: extern • Garantie: drei Jahre
Preis: 263,31 Euro (Stand: 21.05.2026)

Testplattform


• Mainboard: ASUS ROG Crosshair X870E Hero • Prozessor: AMD Ryzen 9 9950X • Arbeitsspeicher: Kingston FURY Renegade RGB DIMM Kit 96GB DDR5-6000 • Grafikkarte: MSI GeForce RTX 5090 32G Suprim SOC • Prozessorkühler: Alpenföhn Gletscherwasser 360 High Speed • Wärmeleitpaste: ARCTIC MX-7 • Netzteil: Seasonic Prime TX-1600 • Soundkarte: Creative Sound BlasterX AE-5 PLUS • Festplatten: KIOXIA EXCERIA PRO SSD 2TB • Gehäuse: be quiet! Silent Base 802 weiß • Betriebssystem: Windows 11 Home • Peripherie: Razer Viper V3 Pro, Keychron K2 HE Wireless, Sennheiser HD550 • Zimmertemperatur: ca. 21°C
• Sonstiges: diverse Computerspiele und Blu-ray Filme

Verarbeitung | Ausstattung


Verarbeitung


Unser Testmuster kommt in einem stabilen und farblich bedruckten Karton bei uns in der Redaktion an. Der 27-Zoll-Monitor misst mit Standfuß 615 x 511 x 196 mm (BxHxT) und bringt 5.70 Kilogramm (inklusive Standfuß) auf die Waage. Der schwarz beschichtete LC-M27UFD wurde sehr wertig gefertigt und hinterlässt optisch gesehen einen guten Eindruck. Das flache Display des Monitors bietet an der Oberkante und den Außenkanten ein fast rahmenloses Design. Positiver Nebeneffekt der Lackierung: Der Monitor ist wenig bis gar nicht anfällig für feine Kratzer und Fingertapser. Der Standfuß aus Metall garantiert einen stabilen Stand am Tisch. Unser Testmuster bietet diverse Ergonomie-Funktionen: Höhe (100 mm), Neigen (-5° bis +20°) und Pivot (±90°). Eine VESA-Halterung (100x100) ist ebenfalls möglich. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Gerät nicht feststellen.

Der Lieferumfang sieht wie folgt aus:
• LC-Power LC-M27UFD Monitor • Monitorstandfuß • HDMI-Kabel • externes Netzteil • Stromkabel • Bedienungsanleitung

Ausstattung


Der 16:9-Monitor mit Non-Glare-Display besitzt folgende Anschlüsse: 1x DisplayPort 1.4 (160Hz@3840x2160), 2x HDMI 2.1 und 1x 3.5mm Klinke Line-Out. Aus Kostengründen wurde auf USB-Ports verzichtet. Die Energie-Effizienz geht in Ordnung: So verbraucht der LC-Power TFT im ausgeschalteten Zustand sowie im Standby weniger als 1 Watt. Im Betrieb schluckt das Gerät durchschnittlich 43 Watt. Unser Testmuster profitiert, wie viele andere Gaming-Monitore, von cleveren Software-Lösungen. Diverse „Gaming“-Features sind natürlich auch vorhanden.

Bildqualität | Technik


Fast-IPS


Fast IPS ist eine weiterentwickelte Variante von IPS (In-Plane Switching)-Displays, die speziell für schnellere Reaktionszeiten optimiert wurde. Normale IPS-Panels sind bekannt für ihre guten Farben und stabilen Blickwinkel, aber sie waren früher etwas langsamer (höhere Reaktionszeit). Fast IPS reduziert diese Reaktionszeit deutlich (oft auf etwa 1 ms) und macht das Panel damit auch für Gaming geeignet.

Bildqualität


Bei unserem Testmuster kommt (Fast-)IPS-Displaytechnologie zum Einsatz. IPS (in-plane switching) bietet besonders hohe Farbstabilität bei Blickwinkeln bis zu 178° (vert./horiz.). Das UHD-Display (3840x2160, 16:9, 163ppi) ohne Krümmung (Flach) kommt mit klassischen LED-Backlights daher. In Sachen Farbdarstellung liefert der Monitor starke Werte: 100 Prozent Standard-RGB, 83.9 Prozent Adobe-RGB und 92.7 Prozent DCI-P3 sorgen für kräftige Farben, die sich auch für Kreativarbeit eignen. Mit bis zu 350 cd/m² punktueller Spitzenhelligkeit und 260 cd/m² bei vollweißem Bild eignet sich das Display auch für helle Räume. Allerdings zeigt das IPS-Panel typische Schwächen: Schwarz wirkt stellenweise wolkig, die Hintergrundbeleuchtung strahlt am Rand sichtbar ein. In dunklen Szenen fällt das auf und trübt den ansonsten guten Bildeindruck etwas. Erfreulich: Wir konnten keine Staubeinschlüsse oder Pixelfehler an unserem Testgerät feststellen.

Display HDR 400


Unser Testmuster unterstützt HDR 400. High Dynamic Range (HDR) beschreibt einen erweiterten Dynamikumfang von Bildschirmen. Gegenüber der Standard Dynamic Range (SDR) werden höhere Kontraste erreicht, um helle Bildausschnitte realistischer darzustellen. Dafür braucht es angepasste Hardware, für die es verschiedene Methoden der Zertifizierung gibt.
Die kleinste Stufe erfordert eine kurzfristig erreichbare Helligkeit von 400 Candela pro Quadratmeter (cd/m²) beziehungsweise Nits. Flächendeckend müssen 320 cd/m² drin sein - kaum mehr als die allermeisten aktuellen Monitore schaffen. Die minimale Helligkeit in der Display-Mitte muss bei 0,1, am Rand bei 0,4 cd/m² liegen. Display HDR 400 erfordert zwingend ein 8-Bit-Panel, 6 Bit mit Framerate Control (FRC) sind nicht erlaubt. Der Farbraum ITU-R BT.709, der visuell sRGB ähnelt, muss zu 95 Prozent abdeckt werden.

Adaptive Sync


Der LC-Power LC-M27UFD kommt mit Adaptive Sync daher (30-360Hz). Zur Erklärung: Ist Adaptive Sync aktiv, kontrolliert die Grafikkarte den Monitor-Refreshzyklus. Das bedeutet, jedes Mal, wenn ein Bild fertig berechnet ist, sendet es die Grafikkarte zusammen mit einem Refresh-Kommando an ein entsprechend ausgerüstetes Display. Tearing wird durch die Synchronisation vermieden und es vergeht keine weitere Zeit zwischen fertigem Bild und dem nächsten Bildrefresh, was ansonsten theoretisch ebenfalls bis zu 15 ms dauern kann.

Praxis | Bedienung


Spieletauglichkeit


Der Input-Lag ist ein wesentlicher Aspekt für alle Spieler. So gibt dieser die Zeitdifferenz zwischen der Zuspielung des Signals und der eigentlichen Bildausgabe an. Der Input-Lag des LC-Power LC-M27UFD (Minimum: 1.30 ms / Maximum: 5.96 ms) kann sich wirklich sehen lassen. Demnach sind rasante Actiontitel kein Problem für unser Testmuster.

Wähle zwischen 320 HZ oder 160 Hz


Das Hauptmerkmal unseres Testmusters ist der sogenannte „Dual-Modus“. Per Druck schaltet der Monitor von 4K/160Hz auf 1080p/320Hz. Dieses spezielle Feature macht den LC-M27UFD zum absoluten „eSport-Monster“. Vor allem in sehr flotten Actiontiteln wie zum Beispiel Counter-Strike 2 oder Overwatch ist die höhere Bildwiederholrate spür- und merkbar.

Bedienung


Die übersichtliche Bedienung erfolgt mittels fünf Tasten an der rechten Unterseite des Gerätes. Das OSD bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten und ist selbsterklärend.

Preis und Verfügbarkeit


Der LC-Power LC-M27UFD ist ab sofort für 263,31 Euro (Stand: 21.05.2026) im Handel erhältlich. LC-Power gewährt eine Garantie von drei Jahren auf den Monitor.

Fazit & Wertung

Christoph meint: Für rund 260 Euro erhalten Spieler einen vielseitigen 4K-Gaming-Monitor mit einzigartigem Dual-Mode-Feature, das in dieser Preisklasse aktuell kaum Konkurrenz hat!

Mit dem LC-M27UFD liefert LC-Power einen überraschend starken Gaming-Monitor ab, der vor allem durch seinen innovativen Dual-Modus überzeugt. Die Möglichkeit, per Knopfdruck zwischen 4K bei 160 Hz und Full HD bei 320 Hz zu wechseln, macht das Gerät besonders interessant für Spieler, die sowohl hohe Bildqualität als auch maximale Geschwindigkeit nutzen möchten. Gerade im eSport-Bereich profitiert man deutlich von der extrem hohen Bildwiederholrate und dem sehr niedrigen Input-Lag.

Auch abseits des Gamings hinterlässt der Monitor einen positiven Eindruck. Das Fast-IPS-Panel bietet kräftige Farben, gute Blickwinkel und eine hohe Helligkeit, wodurch sich der Bildschirm ebenso für Multimedia und kreative Anwendungen eignet. Verarbeitung, Ergonomie und Ausstattung sind angesichts des Preises ebenfalls gelungen.

Allerdings bleiben typische IPS-Schwächen nicht aus: Das mäßige Schwarzbild, sichtbares Backlight-Bleeding und der durchschnittliche Kontrast verhindern ein echtes High-End-Erlebnis – insbesondere bei dunklen Szenen oder HDR-Inhalten. Zudem fehlen USB-Anschlüsse, was die Ausstattung etwas einschränkt.

90%
Verarbeitung
90
Bildqualität
88
Reaktionszeit
92
Ausstattung
89
Bedienung
90
Preis
89
Richtig gut
  • stabile und wertige Verarbeitung
  • keine Staubeinschlüsse oder Pixelfehler
  • sicherer Standfuß
  • gute Bildqualität (Kontrast, klare Farben)
  • Blickwinkel
  • sehr gute Reaktionszeit
  • praktischer Dual-Modus (4K/160Hz - FullHD/320Hz)
  • VESA-Support
  • übersichtliches OSD
  • sämtliche Kabel im Lieferumfang enthalten
  • Preis
Verbesserungswürdig
  • Spitzenhelligkeit könnte höher sein
  • typischen IPS-Probleme (Glow)
  • Energieeffizienz nur Klasse G
  • keine zusätzlichen Anschlussmöglichkeiten (USB)
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

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