Alle Ergebnisse
Inhalt
Fakten
Hersteller
Kingston
Release
Oktober 2024
Produkt
SSD
Preis
ab 236,99 Euro
Webseite
Media (4)
Ob die Kingston NV3 2TB auch im Praxiseinsatz überzeugen kann und wie sich Performance, Temperaturen sowie Dauerlastverhalten schlagen, klären wir in unserem ausführlichen Test.
Die Kingston NV3 wird im klassischen M.2-2280-Format mit Kapazitäten von 500 GB, 1 TB, 2 TB und 4 TB angeboten. Zusätzlich ist die SSD im kompakteren M.2-2230-Format mit 500 GB, 1 TB und 2 TB erhältlich. Kingston gewährt auf sämtliche Modelle eine eingeschränkte Herstellergarantie von fünf Jahren, wobei die Garantie an die jeweilige Verschleißgrenze beziehungsweise den angegebenen „Percentage Used“-Wert gekoppelt ist.
Bei unserem Testmuster kommt der Silicon Motion SM2268XT2 zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen modernen Vierkanal-Controller, der ohne eigenen DRAM-Cache arbeitet. Statt eines dedizierten DRAM-Bausteins nutzt die NV3 die Host Memory Buffer-Technik (HMB), wodurch ein kleiner Bereich des Arbeitsspeichers des Systems für Verwaltungsaufgaben der SSD verwendet werden kann. Dieser Ansatz reduziert Kosten, Platzbedarf und Leistungsaufnahme, kann gegenüber SSDs mit eigenem DRAM-Cache bei bestimmten lang anhaltenden oder anspruchsvollen Workloads jedoch Nachteile mit sich bringen.
Ein weiterer Vorteil des vergleichsweise einfachen Aufbaus ist die geringe Wärmeentwicklung. Da lediglich der Controller und zwei NAND-Pakete auf der Vorderseite untergebracht sind und auf zusätzlichen DRAM verzichtet wird, fällt die Abwärme überschaubar aus. Ein separater M.2-Kühlkörper ist für den regulären Betrieb daher nicht zwingend erforderlich, wenngleich der Heatspreader eines Mainboards die Temperaturen unter längerer Last nochmals deutlich reduzieren kann.
Christoph meint: Die Kingston NV3 2TB ist eine unkomplizierte und angenehm sparsame PCIe-4.0-SSD, die ihre Stärken vor allem als Spiele-, Notebook- oder Alltagslaufwerk ausspielt!
“Die Kingston NV3 2TB erweist sich in unserem Test als solide PCIe-4.0-SSD für preisbewusste Anwender, die vor allem viel Speicherplatz und eine hohe Alltagsleistung suchen. Mit sequenziellen Transferraten von bis zu 6.000 MB/s beim Lesen und 5.000 MB/s beim Schreiben bietet sie ausreichend Leistung für aktuelle Gaming-PCs, Notebooks und typische Desktop-Anwendungen. Auch kurze Ladezeiten und flotte Dateioperationen gehören zu den Stärken unseres Testmusters.
Positiv hervorzuheben sind darüber hinaus die geringe Leistungsaufnahme und die erfreulich niedrige Wärmeentwicklung. Selbst ohne zusätzlichen M.2-Kühlkörper blieb unser Testmuster mit maximal 55 °C unter Last problemlos im grünen Bereich. Mit dem Heatspreader unseres Mainboards sank die Spitzentemperatur sogar auf lediglich 47 °C. Die einseitige Bestückung und kompakte Bauweise machen die NV3 zudem für Notebooks und platzsparende Systeme interessant. Die fünfjährige Herstellergarantie rundet das Gesamtpaket ab.
Ganz ohne Kompromisse kommt die NV3 allerdings nicht aus. Kingston verzichtet auf einen dedizierten DRAM-Cache und setzt bei unserem Testmuster auf QLC-NAND. Gerade bei längeren und schreibintensiven Workloads kann sich diese Kombination gegenüber höherwertigen TLC-Modellen mit eigenem DRAM bemerkbar machen. Für professionelle Dauerlast-Anwendungen und Anwender, die konstant maximale Schreibleistung benötigen, gibt es daher geeignetere SSDs.
Kritisch sehen wir außerdem das Multi-BOM-Konzept. Da Kingston je nach Produktionscharge unterschiedliche Controller- und NAND-Kombinationen einsetzen kann, muss eine im Handel gekaufte NV3 technisch nicht vollständig unserem Testmuster entsprechen. Dadurch können insbesondere Dauerleistung, Leistungsaufnahme und Temperaturen zwischen verschiedenen Chargen variieren.
Kommentar schreiben