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Inhalt
Fakten
Hersteller
be quiet!
Release
19.05 2026
Produkt
Kühler (Prozessor)
Preis
ab 98,88 Euro
Webseite
Media (14)
Auch optisch hat be quiet! die Kühler überarbeitet und setzt nun auf ein moderneres, markanteres Design mit kantiger Linienführung. Am grundsätzlichen Aufbau hält der Hersteller jedoch fest: Der Dark Rock Pro 6 bleibt ein Dual-Tower-Kühler mit einem 135-mm- sowie einem 120-mm-Lüfter, während der Dark Rock 6 weiterhin auf ein Single-Tower-Layout setzt. Im Vergleich zum Vorgänger wächst dort allerdings der Lüfter von 120 auf 135 Millimeter an. Beide Modelle nutzen eigens entwickelte Silent-Wings-PWM-Lüfter, die speziell auf einen leisen und zugleich leistungsstarken Betrieb ausgelegt sind.
Die seitlichen Kunststoffabdeckungen gefallen uns persönlich nicht, da sie den Kühler „billig“ wirken lassen. Immerhin: Bei der Deckelabdeckung werten Einsätze aus gebürstetem Aluminium die Optik auf. Was uns deutlich besser gefällt: Die zahlreichen Lamellen aus Aluminium haben unterschiedliche Tiefen und wurden mit schwarzen Keramikpartikeln beschichtet. Das kann sich wirklich sehen lassen.
Gleich sieben (Kupfer-)Heatpipes mit sechs Millimeter Durchmesser führen die Abwärme von der Bodenplatte zu den Kühllamellen. Eine vernickelte Kupferbodenplatte sorgt dafür, dass die Kühler auch mit Flüssigmetall-Wärmeleitpaste genutzt werden können.
Die Kunststoffabdeckung von unserem Testmuster lässt sich problemlos entfernen. Beim Dark Rock Pro 6 ist dabei direkt der innere Lüfter an der Abdeckung befestigt. Für die Montage des Kühlers müssen die Abdeckungen jeweils abgenommen werden. Die Höhe des äußeren Lüfters lässt sich per Kunststoffschiene verstellen, was die Kompatibilität hoher RAM-Module deutlich verbessert.
Was man beachten sollte: Die verbauten Lüfter sind keine Standardmodelle, sondern besitzen speziell auf den Kühler abgestimmte Rahmen. Ein einfacher Austausch gegen Lüfter mit herkömmlichem Standardrahmen ist daher nicht möglich. Beim Pro-Modell werden die beiden Lüfter zusätzlich über einen speziellen Anschluss miteinander verbunden.
Der bereits erwähnte Schiebeschalter für die beiden Modi befindet sich beim Pro-Modell gut zugänglich seitlich an der Kunststoffabdeckung. Im Performance-Modus ist der Kühler auf maximale Kühlleistung ausgelegt. Der Quiet-Modus verfolgt dagegen einen besonders leisen Betrieb: Sinkt das PWM-Signal unter 40 Prozent, stoppen die Lüfter vollständig, wodurch ein semi-passiver Betrieb möglich wird. Laut be quiet! sollen jedoch beide Betriebsarten eine leise und zugleich zuverlässige Kühlung gewährleisten.
Die beiden Lüfter sind bereits vormontiert. Die Montage nimmt knapp 20 Minuten in Anspruch und wird durch den mitgelieferten Schraubenzieher erleichtert. Kompatibel ist der Kühler zu allen gängigen Sockeln von (AM5, AM4) und Intel (1851, 1700, 1150/1151/1155/1156/1200).
Christoph meint: Wer einen leistungsstarken und gleichzeitig leisen Dual-Tower-Kühler sucht und mit den Einschränkungen beim Lüfterdesign leben kann, erhält mit dem be quiet! Dark Rock Pro 6 einen exzellenten Luftkühler!
“Mit dem Dark Rock Pro 6 liefert be quiet! einen überzeugenden High-End-Luftkühler ab, der vor allem durch seine starke Kühlleistung und den sehr leisen Betrieb punktet. Im Test konnte sich das neue Flaggschiff problemlos vor den bisherigen Dark-Rock-Modellen positionieren und muss sich lediglich deutlich teureren Spitzenmodellen wie dem Noctua NH-D15 G2 geschlagen geben. Besonders positiv fällt dabei auf, dass die beiden Silent-Wings-Lüfter selbst unter hoher Last angenehm zurückhaltend arbeiten. Der zusätzliche Quiet-Modus mit semi-passivem Betrieb dürfte vor allem Silent-Fans ansprechen.
Auch die Verarbeitung bewegt sich insgesamt auf gewohnt hohem Niveau. Die schwarze Beschichtung, die massive Bauweise und die hochwertigen Materialien hinterlassen einen edlen Eindruck. Weniger überzeugend wirken dagegen die seitlichen Kunststoffabdeckungen, die dem ansonsten hochwertigen Kühler etwas von seiner Premium-Anmutung nehmen.
Kritik gibt es außerdem beim Lüfterkonzept: Die speziell angepassten Lüfterrahmen verhindern den einfachen Wechsel auf Standardlüfter. Hinzu kommt, dass beide Lüfter über proprietäre Anschlüsse miteinander verbunden werden und sich deshalb nur gemeinsam, aber nicht separat regeln oder austauschen lassen. Wer gerne mit individuellen Lüfterkurven oder alternativen Lüftern experimentiert, wird dadurch unnötig eingeschränkt.
Abseits davon überzeugt der Dark Rock Pro 6 jedoch mit einfacher Montage, hoher RAM-Kompatibilität und einer sehr guten Gesamtperformance. Der Preis von knapp 100 Euro ist zwar hoch, angesichts der gebotenen Kühlleistung und Lautstärke aber durchaus nachvollziehbar.
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