Thermaltake Retro 360 TG - Test/Review
Mit dem Retro 360 TG erweitert Thermaltake sein Gehäuse-Portfolio um einen Midi-Tower, der bewusst auf den Charme klassischer PC-Gehäuse setzt und diesen mit moderner Hardware-Unterstützung kombiniert.
Von Christoph Miklos am 01.07.2026 - 03:43 Uhr

Fazit & Wertung

Christoph meint: Die lediglich durchschnittliche Kühlleistung im Auslieferungszustand verhindert zwar eine noch bessere Gesamtwertung, insgesamt stellt das Thermaltake Retro 360 TG aber eine gelungene und preislich attraktive Alternative zu den zahlreichen Standard-Midi-Towern am Markt dar – insbesondere für Retro-Fans und Individualisten!

Mit dem Retro 360 TG beweist Thermaltake, dass ein PC-Gehäuse nicht zwangsläufig dem aktuellen Mainstream folgen muss. Das außergewöhnliche Retro-Design mit den angedeuteten Disketten- und CD-Laufwerken sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert und dürfte vor allem Nostalgiker sowie Fans klassischer PCs ansprechen. Gleichzeitig bietet der Midi-Tower einen modernen Innenraum mit großzügigem Platzangebot für aktuelle High-End-Hardware, einer durchdachten Aufteilung, gutem Kabelmanagement und umfangreichen Erweiterungsmöglichkeiten für Luft- und Wasserkühlungen.

Auch die Verarbeitung hinterlässt einen positiven Eindruck. Das sauber lackierte Stahlgehäuse, das Tempered-Glass-Seitenteil sowie praktische Details wie das werkzeuglose Clipsystem, die Gummiabsorber für das Netzteil und der magnetische Staubfilter im Deckel unterstreichen den insgesamt hochwertigen Gesamteindruck. Das optionale 6-Zoll-LCD-Display bietet zudem eine interessante Möglichkeit, den Retro-Look mit modernen Funktionen zu kombinieren.

Kritik gibt es hingegen bei der Serienbelüftung. Zwar verbaut Thermaltake ab Werk jeweils einen 120-mm-Lüfter an der Front und im Heck, die Kühlleistung bleibt im Auslieferungszustand unter hoher Last jedoch lediglich auf einem durchschnittlichen Niveau. Wer besonders leistungsstarke Hardware verbauen oder einen möglichst kühlen Betrieb erreichen möchte, sollte daher zusätzliche Lüfter nachrüsten. Ebenfalls schade ist, dass die vormontierten Lüfter in Schwarz gehalten sind und dadurch optisch nicht ganz zum ansonsten konsequent beigefarbenen Retro-Konzept passt. Auf einen Staubfilter an der Front sowie an der rechten Seitenbelüftung verzichtet der Hersteller ebenfalls. Summa summarum erhält man für rund 87 Euro ein solide verarbeitetes und optisch außergewöhnliches Gehäuse mit viel Platz, guter Ausstattung und hohem Nostalgiefaktor.

88%
Verarbeitung
91
Platzangebot
90
Montage
85
Kühlung
80
Lautstärke
88
Ausstattung
80
Optik
95
Gewicht
90
Preis
89
Richtig gut
  • hochwertige Verarbeitung
  • originelles Retro-Design mit hohem Wiedererkennungswert
  • großzügiger Innenraum für High-End-Hardware
  • sehr gutes Kabelmanagement
  • werkzeuglose Seitenteile (Clipsystem)
  • umfangreiche Lüfter- und Radiator-Unterstützung
  • USB-C-Anschluss an der Front
  • magnetischer Staubfilter im Deckel
  • optionales 6-Zoll-LCD-Display
  • attraktiver Preis
Verbesserungswürdig
  • durchschnittliche Kühlleistung im Auslieferungszustand
  • kein Staubfilter hinter der Front bzw. an der rechten Seitenbelüftung
  • schwarzer Hecklüfter passt optisch nicht zum Retro-Design
  • Netzteil-Staubfilter nicht entfernbar
  • keine werkzeuglose Montage möglich
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

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