Kingston IronKey Keypad 200C 32GB - Test/Review
Bei der Kingston IronKey Keypad 200-Serie handelt es sich um betriebssystemunabhängige, hardwareverschlüsselte USB-Typ-A- und C-Laufwerke mit einem alphanumerischen Tastenfeld für den benutzerfreundlichen PIN-Zugriff.
Von Christoph Miklos am 03.03.2026 - 04:28 Uhr

Fakten

Hersteller

Kingston Technology

Release

Ende 2023

Produkt

USB-Stick

Preis

ab 114,46 Euro

Webseite

Media (5)

Einleitung & Datenblatt


Einleitung


Bei der Kingston IronKey Keypad 200-Serie handelt es sich um betriebssystemunabhängige, hardwareverschlüsselte USB-Typ-A- und C-Laufwerke mit einem alphanumerischen Tastenfeld für den benutzerfreundlichen PIN-Zugriff. Wir durften das IronKey Keypad 200C mit 32 Gigabyte Speicherplatz auf den Prüfstand schicken.

Über Kingston


Kingston Digital Europe Co LLP ist ein Tochterunternehmen der Kingston Technology Company, Inc., dem weltweit größten unabhängigen Hersteller von Speicher-Produkten. Kingston entwickelt, produziert und vertreibt Speicher-Produkte für Desktops, Laptops, Server und Drucker sowie Flash-Speicher-Produkte für Computer, Digital-Kameras und mobile Geräte. Kingston besitzt Fertigungsstätten in Kalifornien, Malaysia, Taiwan, China sowie Vertriebs-Niederlassungen in den Vereinigten Staaten, Europa, Russland, Türkei, Ukraine, Australien, Indien, Taiwan, China und Lateinamerika.

Datenblatt


• Typ: Öse, mit Schutzkappe • Schnittstelle: USB-C 3.0 (5Gb/s) • Kapazität: 32GB • Lesen: 145MB/s • Schreiben: 115MB/s • Abmessungen: 80x20x11mm (LxBxH), ohne Schutzkappe: 74x18x8mm (LxBxH) • Besonderheiten: Keypad, 256bit AES-Verschlüsselung, FIPS 140-2 Level 3, IP57 zertifiziert • Garantie: 3 Jahre
Preis: 114,46 Euro (Stand: 03.03.2026)

Testplattform


• Mainboard: ASUS ROG Crosshair X870E Hero • Prozessor: AMD Ryzen 9 9950X • Arbeitsspeicher: Kingston FURY Renegade RGB DIMM Kit 96GB DDR5-6000 • Grafikkarte: MSI GeForce RTX 5090 32G Suprim SOC • Prozessorkühler: Alpenföhn Gletscherwasser 360 High Speed • Wärmeleitpaste: ARCTIC MX-7 • Netzteil: Seasonic Prime TX-1600 • Soundkarte: Creative Sound BlasterX AE-5 PLUS • Festplatten: KIOXIA EXCERIA PRO SSD 2TB • Gehäuse: be quiet! Silent Base 802 weiß • Betriebssystem: Windows 11 Home 64-Bit • Peripherie: Razer Viper V3 Pro, Keychron K2 HE Wireless, Sennheiser HD550 • Monitor: ASUS ROG Swift OLED PG32UCDM • Zimmertemperatur: ca. 21°C

Technik & Preis


Verarbeitung und Technik


Bei unserem Testmuster handelt es sich um einen klassischen „Öse“-USB-Stick mit Schutzkappe. Der IronKey Keypad 200C 32GB misst, aufgrund des Tastenfeldes, recht große 80x20x11 mm (LxBxH) ohne Schutzkappe und bringt knapp über 25 Gramm auf die Waage. Das metallicblau beschichtete Gehäuse wurde aus robustem Kunststoff gefertigt - die Schutzkappe ist aus Metall. Verarbeitungsmängel konnten wir keine feststellen. Den sicheren USB-Stick von Kingston gibt es wahlweise mit USB-C oder -A-Anschluss in den Speicherkapazitäten 8, 16, 32, 64, 128, 256 und 512 Gigabyte. Letztere Modellgröße gibt es nur mit USB-C-Schnittstelle. Die Garantiezeit beträgt 3 Jahre. Der KP200 verfügt über eine XTS-AES 256-Bit-Hardware-Verschlüsselung. Außerdem ist er nach FIPS 140-3 Level 3 zertifiziert für die militärische Sicherheit mit Verbesserungen, die die Messlatte für den Datenschutz noch höher legen. Die Schaltkreise sind mit einer speziellen Epoxidschicht überzogen, die es praktisch unmöglich macht, die Komponenten zu entfernen, ohne sie zu beschädigen; so verhindert dieses widerstandsfähige Epoxid Angriffe auf die Halbleiterkomponenten. Der USB-Stick ist so konstruiert, dass er den Besitzer vor Manipulationen warnt. Außerdem bietet er Schutz vor Brute-Force-Passwortangriffen und [BadUSB]-Schutz mit digital signierter Firmware. Die alphanumerische Tastatur ist mit einer Polymerschicht überzogen, die die Tasten schützt und die Benutzung der Tasten durch die Analyse der Fingerabdrücke auf den Tasten verbirgt. Unser Testmuster verfügt über einen eingebauten Akku, mit dem der Stick zunächst ohne Software entsperrt und dann an jedes Gerät angeschlossen werden kann, das einen USB-A- oder USB-C-Massenspeicher unterstützt. Dies bietet den Nutzern ein Höchstmaß an Flexibilität für verschiedene Plattformtypen und Betriebssysteme. Der integrierte Akku wird während der Nutzung aufgeladen. Der Hersteller bescheinigt dem mobilen Speichergerät Geschwindigkeiten von 145 MB/s beim Lesen bzw. 115 MB/s bei Schreibzyklen. Mehr dazu in unseren Benchmarks.

Einrichtung des Kingston IronKey Keypad 200


Der KP200 ist ein betriebssystemunabhängiges Laufwerk, das über die alphanumerische Tastatur des Geräts ge- und entsperrt wird. Vor der ersten Verwendung des Sticks muss eine Benutzer-PIN konfiguriert werden.
Eine Benutzer-PIN kann ein einprägsames Wort, ein Name, eine Phrase oder eine andere alphanumerische Kombination sein, die man sich leicht merken kann, die aber für andere schwer zu erraten ist. Zum Erstellen der Benutzer-PIN drückt man zunächst einmal die SCHLÜSSEL-Taste. Die rote, grüne und blaue LED blinken einmal, dann leuchtet die rote LED durchgehend, während die grüne weiterhin blinkt. Nun drückt man die SCHLÜSSEL-Taste zwei weitere Male, bis die blaue LED zu blinken beginnt. Der Stick ist nun bereit für die Benutzer-PIN. Eine Benutzer-PIN muss zwischen 8 und 15 Zeichen lang sein und darf keine sich wiederholenden oder aufeinander folgenden Zahlen enthalten. Um zum Beispiel den Buchstaben „r“ einzugeben, muss man dreimal auf die Taste „7“ (pqrs) tippen. Nach der Eingabe der Benutzer-PIN drückt man zweimal die SCHLÜSSEL-Taste. Die blau blinkende LED wechselt nun zu grün blinkend. Der Benutzer-PIN muss nun erneut eingegeben werden und abschließend drückt man die SCHLÜSSEL-Taste zwei weitere Male. Dadurch wird die Benutzer-PIN bestätigt und gespeichert. Als Zeichen für die erfolgreiche Einrichtung wechselt die grün blinkende LED zu durchgehendem Rot und dann zu durchgehendem Grün.
Zur Entsperrung und Verwendung des KP200 drückt man einmal die SCHLÜSSEL-Taste, gibt dann die Benutzer-PIN ein und drückt erneut die SCHLÜSSEL-Taste. Die LEDs sollten durchgehend 30 Sekunden lang grün leuchten, während man den Stick an einen kompatiblen USB-Anschluss anschließt. Nun kann man sicher auf die Dateien zugreifen.


Preis und Verfügbarkeit


Der Kingston IronKey Keypad 200C 32GB ist ab sofort für 114,46 Euro (Stand: 03.03.2026) im Handel erhältlich.

AS SSD

Kingston IronKey Keypad 200C 32GB - AS SSD
mehr ist besser
Sequentiell
162.39 MB/s
4K-64Thrd
14.42 MB/s
4K
13.71 MB/s

ATTO

Kingston IronKey Keypad 200C 32GB - ATTO
mehr ist besser
4 MB
138.88 MB/s
16 MB
138.86 MB/s
512 KB
138.63 MB/s
1 MB
138.63 MB/s
32 MB
138.63 MB/s
24 MB
138.46 MB/s
48 MB
138.46 MB/s
2 MB
138.38 MB/s
12 MB
138.22 MB/s
8 MB
137.88 MB/s
256 KB
135.83 MB/s
128 KB
132.99 MB/s
64 KB
127.05 MB/s
32 KB
114.67 MB/s
16 KB
94.31 MB/s
8 KB
64.82 MB/s
4 KB
36.12 MB/s

CrystalDiskMark

Kingston IronKey Keypad 200C 32GB - CrystalDiskMark
mehr ist besser
SEQ1M Q8T1
170.84 MB/s
SEQ128K Q32T1
170.15 MB/s
RND4K Q32T16
16.20 MB/s
RND4K Q1T1
15.97 MB/s

Zugriffszeiten

Kingston IronKey Keypad 200C 32GB - Zugriffszeiten (AS SSD)
weniger ist besser
Schreiben
0.365 ms
Lesen
0.191 ms

Temperaturen

Kingston IronKey Keypad 200C 32GB - Temperaturen
Gehäusetemperatur - weniger ist besser
Load (Schreiben)
32 °C
Idle (Leerlauf)
15 °C

Auch unter Last (längerer Schreibzyklus) wird das Gehäuse maximal lauwarm.

Fazit & Wertung

Christoph meint: Sehr guter USB-Stick – mit klarer Empfehlung für sicherheitskritische Einsatzbereiche!

Mit dem IronKey Keypad 200C 32GB richtet sich Kingston klar an sicherheitsbewusste Anwender, Unternehmen und Behörden, die sensible Daten unabhängig vom eingesetzten Betriebssystem schützen möchten. Das Konzept eines hardwareverschlüsselten USB-Sticks mit integriertem alphanumerischem Tastenfeld geht dabei voll auf: Die PIN-Eingabe erfolgt direkt am Gerät, ohne zusätzliche Software oder Treiber – ein klarer Vorteil in heterogenen IT-Umgebungen.

Die Verarbeitung überzeugt im Test durchweg. Das Gehäuse macht einen robusten Eindruck, die Schutzkappe sitzt sicher und auch unter längerer Lastentwicklung bleibt der Stick lediglich handwarm. Die integrierte XTS-AES-256-Bit-Hardwareverschlüsselung in Kombination mit FIPS-140-3-Level-3-Zertifizierung, Epoxid-Versiegelung der Komponenten, Brute-Force-Schutz und signierter Firmware unterstreicht den professionellen Sicherheitsanspruch des Laufwerks.

Die Einrichtung erfordert aufgrund der Mehrfachbelegung der Tasten eine kurze Eingewöhnung, funktioniert nach etwas Übung jedoch zuverlässig und logisch. Positiv hervorzuheben ist der integrierte Akku, der das Entsperren vor dem Anschluss an ein Endgerät ermöglicht – ein nicht zu unterschätzender Komfort- und Sicherheitsaspekt.
Leistungstechnisch bewegt sich der KP200 im Rahmen der Herstellerangaben. Für den Einsatz als sicherer Datenträger, Dokumentenarchiv oder Transportmedium sensibler Dateien sind die gebotenen Transferraten absolut ausreichend, auch wenn er naturgemäß nicht mit modernen High-End-USB-SSDs konkurriert. Hier liegt der Fokus eindeutig auf Sicherheit statt auf maximaler Performance.

Der Preis von rund 114 Euro für 32 GB wirkt auf den ersten Blick hoch, relativiert sich jedoch durch die umfangreichen Sicherheitsfeatures und die Zertifizierung. Wer lediglich günstigen Speicherplatz sucht, wird hier nicht fündig. Wer jedoch kompromisslose, hardwarebasierte Datensicherheit in einem kompakten und plattformunabhängigen Format benötigt, erhält mit dem IronKey Keypad 200C ein durchdachtes und professionelles Gesamtpaket.

91%
Verarbeitung
100
Leistung
86
Temperatur
98
Preis
78
Richtig gut
  • top Verarbeitung
  • einfache Bedienung via Tastenfeld
  • OS-unabhängig
  • sehr gute Leistung
  • enorm hohe Sicherheit
  • User- und Admin-Passwort
  • integrierter Akku
  • drei Jahre Garantie
Verbesserungswürdig
  • bei kleinen Datenpaketen bricht die Leistung merklich ein
  • hoher Preis
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

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