Directive 8020 - Test/Review
Auch in diesem Jahr liefert das britische Entwicklerteam Supermassive Games eine neue Versoftung für Horror-Fans ab.
Von Christoph Miklos am 23.05.2026 - 16:24 Uhr

Fakten

Plattformen

PlayStation 5 Pro

Xbox Series S

Xbox Series X

PlayStation 5

PC

Publisher

Supermassive Games

Entwickler

Supermassive Games

Release

12.05 2026

Genre

Survival-Horror

Typ

Vollversion

Pegi

18

Webseite

Preis

59,90 Euro

Media (14)

Fazit & Wertung

Christoph meint: Fans interaktiver Horrorfilme werden gut unterhalten, echte Innovationen oder nachhaltige Genre-Highlights sollten allerdings nicht erwartet werden!

Mit Directive 8020 liefert Supermassive Games ein weiteres typisches Dark Pictures-Abenteuer ab, das vor allem Fans der Reihe abholen dürfte. Das neue Science-Fiction-Setting sorgt zwar für etwas frischen Wind, spielerisch und erzählerisch bleibt das Spiel jedoch stark in vertrauten Mustern verhaftet. Die Geschichte erzeugt über weite Strecken eine dichte Atmosphäre und lebt von ihren klaren Anleihen bei Klassikern wie „Alien“ oder „Das Ding“. Gleichzeitig fehlt es der Handlung aber an echten Überraschungen und mutigen eigenen Ideen. Viele Wendungen und Horrormotive wirken vorhersehbar, wodurch der große Aha-Effekt häufig ausbleibt.

Auch beim Gameplay zeigt sich das bekannte Problem der Reihe: Entscheidungen und Quick-Time-Events sorgen zwar für Spannung, spielerisch bietet Directive 8020 darüber hinaus jedoch nur wenig Tiefgang. Rätsel, Schleichmechaniken und Konfrontationen bleiben sehr simpel und wirken stellenweise eher wie Mittel zum Zweck, um die Geschichte voranzutreiben. Besonders die schwache Gegner-KI nimmt den Schleichpassagen viel von ihrer Intensität.

Technisch präsentiert sich das Abenteuer zwar sichtbar ausgereifter als frühere Teile der Anthology, doch auch hier gibt es kleinere Schwächen. Die deutsche Synchronisation fällt überraschend blass aus und kann die emotionale Wirkung vieler Szenen nicht vollständig transportieren.

Unterm Strich bleibt Directive 8020 damit ein solide inszenierter Sci-Fi-Horrortrip mit gelungenem Setting und starkem Präsentationsniveau, der sich spielerisch und erzählerisch jedoch zu selten aus der Komfortzone der Reihe herauswagt.

83%
Grafik
87
Sound
75
Bedienung
85
Spielspaß
82
Atmosphäre
87
Preis/Umfang
83
Richtig gut
  • hübsche Optik
  • tolles Monsterdesign
  • flüssige Animationen
  • spannende Sci-Fi-Horror-Atmosphäre
  • teils krasse Entscheidungs- und Story-Momente
  • hohes Erzähltempo
Verbesserungswürdig
  • Gameplay bleibt auf der Strecke
  • keine wirklichen Neuerungen gegenüber den Vorgängerteilen
  • schwache deutsche Vertonung
  • bekannter Plot
  • maue Gegner-KI
Anforderungen
PC MINDESTANFORDERUNGEN:
• Betriebssystem: Windows 10/11 64-bit
• Prozessor: Intel Core i5-8500 / AMD Ryzen 5 3500
• Arbeitsspeicher: 16 GB RAM
• Grafik: NVIDIA GeForce RTX 2060 / AMD Radeon RX 5700
• Speicherplatz: 40 GB verfügbarer Speicherplatz
• Zusätzliche Anmerkungen: SSD recommended

• Microsoft Xbox Series X|S Konsole
• Sony PlayStation 5 (Pro) Konsole
Getestet für
PC
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

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