EPS, Skrill oder Klarna als Zahlungsmethoden für Online Casinos im Vergleich
EPS, Skrill und Klarna ermöglichen schnelle Zahlungen für Online-Glücksspiele, sind aber in ihrer Funktionsweise sehr unterschiedlich.
Von Christoph Miklos am 22.06.2026 - 03:46 Uhr - Quelle: E-Mail

Fakten

Hersteller

Gamezoom.net

Release

Anfang 2000

Produkt

Gaming-Zubehör

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EPS, Skrill und Klarna ermöglichen schnelle Zahlungen für Online-Glücksspiele, sind aber in ihrer Funktionsweise sehr unterschiedlich. EPS läuft direkt über ein österreichisches Bankkonto. Skrill arbeitet als digitale Geldbörse (E-Wallet) zwischen Aufladungsmethode und Empfänger des Geldes. Bei Klarna kommt im Glücksspielbereich hauptsächlich die Sofortüberweisung. Der Rechnungskauf und die Ratenzahlung sind mit Klarna im Online Casino nicht möglich. In diesem Artikel vergleichen wir Gebühren, Limits, Auszahlungsmöglichkeiten und Bearbeitungszeit der Zahlungsmethoden, um die Auswahl zu erleichtern.

EPS, Skrill und Klarna im direkten Vergleich


Merkmal EPS Skrill Klarna Pay by Bank
Zahlungsart Direkte Online-Überweisung E-Wallet Direkte Bankzahlung
Zusätzliches Konto nötig Nein Ja Nein
Einzahlung beim Casino Sofort Sofort Sofort
Gebühr des Zahlungsdienstes 0 Euro 0 Euro 0 Euro
Mögliche Zusatzkosten Casino-Gebühr oder Bankgebühr Aufladung, Auszahlung, Währungswechsel, Inaktivität Casino-Gebühr oder Bankgebühr
Einheitliches Einzahlungslimit Nein Nein Nein
Maßgebliche Limits Casino und Online-Banking Casino, Skrill-Konto und Auflademethode Casino und Bankkonto
Auszahlung von Gewinnen Über Banküberweisung Ja Über Banküberweisung
Währungsgebühr Keine bei Euro-Zahlung Keine bei Euro-Zahlung, sonst 3,99 Prozent Keine bei Euro-Zahlung
Besonderheit Für österreichische Bankkonten Ein- und Auszahlung über dieselbe Wallet möglich, international Keine Kredit- oder Ratenzahlung für Casino-Einsätze

EPS: direkte Einzahlung über das österreichische Bankkonto


Die EPS-Überweisung wurde gemeinsam mit österreichischen Banken wie Raiffeisen Bankengruppe, Bank Austria, BAWAG P.S.K., Erste Bank und Sparkassen, Hypothekenbanken und Volksbank Gruppe entwickelt. Sie läuft vollständig über das Online Banking der eigenen Bank. Nach Auswahl von EPS wird der Kunde zu seinem Bankinstitut weitergeleitet. Betrag, Empfänger und Verwendungszweck sind bereits eingetragen.
Die Freigabe erfolgt mit der gewohnten Banking-Methode, etwa über Banking-App, TAN oder Signaturcode. Der Betreiber erhält anschließend eine Zahlungsbestätigung in Echtzeit und kann den Betrag sofort dem Spielerkonto gutschreiben.
Laut dem offiziellen EPS-Portal wird EPS in mehr als 11.000 österreichischen Onlineshops sowie bei elektronischen Amtswegen verwendet. Ein zusätzliches Kundenkonto oder eine eigene EPS-App ist nicht erforderlich.
Eine Übersicht über Casinos in Österreich, die diese Methode im Kassenbereich führen, bietet EpsCasino.at. Die dort angeführten Einzahlungsgrenzen sollten direkt beim jeweiligen Betreiber gegengeprüft werden.

Gebühren bei EPS


EPS selbst verlangt von Privatkunden keine zusätzliche Transaktionsgebühr. Eine Einzahlung von 100 Euro sollte daher mit 100 Euro auf dem Casino-Konto verbucht werden.
Mögliche Kosten können trotzdem entstehen:
• durch das Kontomodell der Bank, • durch eine Gebühr des Casinos, • durch eine Zahlung in einer anderen Währung, • durch zusätzliche Bankleistungen.
Bei einem Euro-Konto und einer Einzahlung in Euro fällt keine Währungsumrechnung an. EPS ist deshalb häufig günstiger als eine E-Wallet mit Fremdwährungsaufschlag.

Welche Limits gelten bei EPS?


EPS veröffentlicht kein allgemeines Mindest- oder Höchstlimit. Entscheidend ist immer die niedrigste der folgenden Grenzen:
1. Einzahlungslimit des Casinos, 2. verfügbares Guthaben auf dem Bankkonto, 3. persönliches Online-Banking-Limit, 4. freiwillig festgelegtes Spielerschutzlimit.
Ein konkretes Beispiel liefert die Bank Austria. Sie empfiehlt für Online-Überweisungen ein Tageslimit von 3.000 Euro. Kunden können es individuell ändern. Eine Erhöhung wird laut Bank Austria erst nach einer Sicherheitsfrist von zwei Stunden wirksam.
Erlaubt das Casino höchstens 1.000 Euro pro Einzahlung, bleibt diese Grenze auch bei einem Banklimit von 3.000 Euro bestehen. Liegt das persönliche Banklimit nur bei 500 Euro, kann keine EPS-Zahlung über 500 Euro ausgeführt werden.

Auszahlungen über EPS


Gewinnauszahlungen über EPS sind normalerweise nicht möglich. EPS wurde für Zahlungen an Händler entwickelt und besitzt keine E-Wallet, auf die ein Casino Geld zurücküberweisen könnte.
Auszahlungen erfolgen daher meist per SEPA-Überweisung. Das Casino kann dafür einen Kontoauszug oder einen Nachweis über die Kontoinhaberschaft verlangen. Der Name des Bankkontoinhabers muss mit dem registrierten Casinokonto übereinstimmen.
Eine bereits bestätigte EPS-Überweisung lässt sich außerdem nicht wie eine Kartenzahlung über ein gewöhnliches Chargeback-Verfahren zurückholen. Bei einer irrtümlichen oder unautorisierten Zahlung sollte sofort die Bank verständigt werden.

Skrill: E-Wallet mit klaren Zusatzkosten


Skrill ist keine direkte Bankzahlung. Spieler eröffnen ein Konto, verifizieren sich, laden Guthaben auf und überweisen es anschließend an das Casino. Der Betreiber erhält dadurch nicht unmittelbar die hinterlegte Bank- oder Kartenverbindung.
Der wichtigste Vorteil liegt bei Auszahlungen. Unterstützt das Casino Skrill für beide Richtungen, kann der Gewinn direkt auf die Wallet zurückgebucht werden. Das ist bei EPS und Klarna in der Regel nicht möglich.
Eine Übersicht über entsprechende Anbieter für Österreich findet sich auf Skrill-Casinos.at. Entscheidend ist, dass Skrill nicht nur als Einzahlungs-, sondern ausdrücklich auch als Auszahlungsmethode angeführt wird.

Die wichtigsten Skrill-Gebühren


Die offizielle Skrill-Gebührenseite nennt unter anderem folgende Kosten:
Vorgang Gebühr
Aufladung per Banküberweisung, EPS 0 Prozent
Aufladung per Visa oder Mastercard Bis zu 1,25 Prozent
Auszahlung auf ein Bankkonto 1,75 Prozent, mindestens 3,50 Euro
Auszahlung auf Visa oder Mastercard Bis zu 3,99 Prozent, mindestens 0,99 Euro
Übertragung an Neteller 3,49 Prozent
Währungsumrechnung 3,99 Prozent
Inaktivitätsgebühr 5 Euro pro Monat
Erste Skrill Prepaid Mastercard 10 Euro
Jahresgebühr der Prepaid Mastercard 10 Euro
Bargeldbehebung mit der Karte 1,75 Prozent, mindestens 1 Euro

Die Inaktivitätsgebühr wird fällig, wenn sich der Nutzer sechs Monate lang weder einloggt noch eine Transaktion durchführt. Danach zieht Skrill monatlich 5 Euro vom vorhandenen Guthaben ab.
Bei Bankauszahlungen wirkt sich die Mindestgebühr besonders auf kleinere Beträge aus:
• Auszahlung von 50 Euro: 3,50 Euro Gebühr, effektiv 7 Prozent • Auszahlung von 100 Euro: 3,50 Euro Gebühr, effektiv 3,5 Prozent • Auszahlung von 500 Euro: 8,75 Euro Gebühr • Auszahlung von 1.000 Euro: 17,50 Euro Gebühr
Wer 100 Euro vom Casino auf Skrill erhält und den Betrag anschließend auf das Bankkonto überträgt, bekommt nach Abzug der Mindestgebühr nur 96,50 Euro ausgezahlt.

Währungsumrechnung kann teuer werden


Skrill verlangt bei einer Währungsumrechnung 3,99 Prozent zusätzlich zum verwendeten Wechselkurs. Bei 1.000 Euro entspricht das 39,90 Euro.
Österreichische Spieler sollten deshalb sowohl das Skrill-Konto als auch das Casinokonto in Euro führen. Wird beispielsweise ein Euro-Guthaben in US-Dollar umgerechnet und später wieder in Euro zurückgetauscht, kann die Gebühr zweimal anfallen.

Skrill-Limits sind personenbezogen


Skrill veröffentlicht kein einheitliches Einzahlungslimit für alle Nutzer. Die Grenzen hängen von mehreren Faktoren ab:
• Verifizierungsstatus, • Alter des Kontos, • verwendete Auflademethode, • Herkunft des Geldes, • tägliche oder monatliche Transaktionsgrenzen, • interne Sicherheitsprüfung.
Die persönlichen Limits werden im Skrill-Konto direkt bei der jeweiligen Transaktion angezeigt. Durch die Verifizierung von Identität und Wohnadresse können sie steigen. Eine pauschale Aussage wie „Skrill erlaubt Einzahlungen bis 5.000 Euro“ wäre daher nicht korrekt.
Auch das Casino legt eigene Grenzen fest. Erlaubt Skrill eine Zahlung von 2.000 Euro, das Casino aber nur 500 Euro pro Einzahlung, gilt das Casino-Limit.

Klarna: Im Casino nur als direkte Bankzahlung


Klarna ist vor allem für Rechnungskauf und Ratenzahlung bekannt. Diese Funktionen dürfen nicht mit einer Casino-Einzahlung verwechselt werden.
Für Glücksspielunternehmen bietet Klarna eine spezielle Lösung unter der Bezeichnung Pay by Bank beziehungsweise „Pay in Full – Non Guaranteed“ an. Laut der technischen Klarna-Dokumentation wurde sie für eingeschränkte Branchen wie Gaming, Glücksspiel und Kryptowährungen entwickelt.
Der Betrag wird dabei vollständig vom Bankkonto bezahlt. Der Spieler kann weder Rechnungskauf noch Ratenzahlung auswählen. Die Zahlung erscheint je nach Casino als Klarna, Sofortüberweisung, Sofort oder Pay by Bank.
Passende Anbieterübersichten für Österreich finden sich unter anderem auf Klarna-Casino.at.

Klarna-Gebühren und Limits


Klarna verlangt in Österreich für „Sofort bezahlen“ und Sofortüberweisung keine Zinsen oder Gebühren. Eine Zahlung von 200 Euro sollte somit vollständig als Casino-Einzahlung ankommen, sofern der Betreiber keine eigene Gebühr verrechnet.
Ein allgemeines Klarna-Limit existiert nicht. Maßgeblich sind:
• Höchstbetrag des Casinos, • Kontoguthaben, • Online-Banking-Limit, • interne Prüfung durch Bank oder Zahlungsdienst.
Die bei Klarna angebotene gewöhnliche Ratenzahlung mit Laufzeiten von 6 bis 36 Monaten und einem effektiven Jahreszins von 17,90 Prozent betrifft Einkäufe außerhalb des Casino-Zahlungswegs. Casino-Einsätze sollten und können über die spezielle Pay-by-Bank-Lösung nicht auf Raten finanziert werden.

Keine reguläre Gewinnauszahlung über Klarna


Klarna Pay by Bank dient der Einzahlung. Für Gewinne wird normalerweise eine SEPA-Überweisung verwendet. Technisch mögliche Rückerstattungen sind nicht mit einer Casino-Auszahlung gleichzusetzen.
Wer Klarna nutzt, sollte daher vor der Einzahlung prüfen, welches Bankkonto für spätere Auszahlungen hinterlegt werden muss und ob der Betreiber dafür Gebühren verrechnet. Welche Methode ist am günstigsten?
Bei einer reinen Euro-Einzahlung sind EPS und Klarna meist kostenlos, sofern das Casino keine eigenen Gebühren verlangt. Skrill kann ebenfalls kostenlos sein, wenn bereits Guthaben vorhanden ist. Kosten entstehen dort vor allem beim Aufladen, beim Währungswechsel und beim Transfer zurück auf das Bankkonto.
Ein Beispiel mit 500 Euro:
Vorgang EPS Skrill Klarna
Einzahlung von 500 Euro 0 Euro 0 bis 6,25 Euro bei Kartenaufladung 0 Euro
Auszahlung direkt aufs Bankkonto Über das Casino, mögliche Überweisungsgebühr 8,75 Euro von Skrill Über das Casino, mögliche Überweisungsgebühr
Währungswechsel Normalerweise keiner 19,95 Euro bei 3,99 Prozent Normalerweise keiner

Für einzelne Einzahlungen ist EPS meist die einfachste Lösung. Skrill lohnt sich eher, wenn dieselbe Wallet regelmäßig für Ein- und Auszahlungen genutzt wird. Klarna funktioniert ähnlich wie eine direkte Banküberweisung, ist aber nicht bei jedem Betreiber verfügbar.

Bonusregeln und Identitätsprüfung


Einige Casinos schließen E-Wallets wie Skrill von bestimmten Bonusaktionen aus. Das bedeutet nicht, dass Skrill grundsätzlich ungeeignet ist. Die Regel wird vom Casino festgelegt und muss in den Bonusbedingungen stehen.
Bei EPS und Klarna können ebenfalls Ausschlüsse gelten. Vor der Einzahlung sollten deshalb vier Punkte geprüft werden:
• zählt die Zahlungsmethode für den Bonus, • welcher Mindestbetrag ist erforderlich, • welches Umsatzlimit gilt, • über welchen Weg wird später ausgezahlt?
Keine der drei Methoden ermöglicht anonymes Glücksspiel. Betreiber können einen Lichtbildausweis, einen Adressnachweis und einen Beleg über die Herkunft der Mittel verlangen. Spätestens vor einer größeren Auszahlung ist eine vollständige Verifizierung üblich.
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

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